Das Auftreten des Kometen Ikeya-Zhang im Frühjahr 2002 erinnerte etwas an Komet Hyakutake 6 Jahre zuvor. Beide wurden um die Monatswende Januar/Februar von Amateuren entdeckt, beide erreichten ihre maximale Helligkeit bereits 7 Wochen danach und beide waren auf der Nordhalbkugel gut zu beobachten. Freilich blieb Ikeya-Zhang in der Helligkeit deutlich hinter Hyakutake zurück. Er war jedoch an Orten mit halbwegs dunklem Himmel mit bloßem Auge sichtbar; im Fernglas war er ein beeindruckendes Objekt. Für Mitteleuropa war es der erste helle Komet seit Hale-Bopp - entsprechend groß war das Interesse in amateurastronomischen Kreisen. Mit der kurzfristig konzipierten und konsequent immer wieder aktualisierten Ikeya-Zhang-Seite stand zudem eine hervorragende Informationsquelle und Anlaufstation im Internet zur Verfügung.
Auch in Fachkreisen sorgte der zunächst unter der Bezeichnung C/2002 C1 geführte Komet für Aufsehen. Genaue Bahnanalysen zeigten nämlich, dass er bereits im Jahr 1661 beobachtet worden war und mithin ein periodischer Komet ist. Deshalb erhielt er eine neue Bezeichnung: 153P/Ikeya-Zhang.